5. Mai 2015

Vernetzungstag 2015

«Lebendige Quartierfeste»



Impressionen




Neuen Ideen Platz machen

«Dieser Tag vermochte es, Gedanken anzuregen und Inspiration zu stiften. Die Vernetzungsmöglichkeiten wurden gefördert, genutzt und gelebt.» So fasste eine Teilnehmerin am Nachmittag den Vernetzungstag zusammen. Rund 40 Organisatorinnen und Organisatoren von Quartier-, Dorf- und Strassenfesten fanden sich am 5. Mai 2015 im Migros-Hochhaus in Zürich ein. Der Tag bot viel Platz zum Austausch und zur Vernetzung. Zum Einstieg nutzten die Teilnehmenden in Kleingruppen die Gelegenheit, vom Hintergrund und den Projekten der anderen zu erfahren. Im moderierten Austausch fanden sie Lösungen und Anstösse zu vielen Fragen: wie können freiwillige Helferinnen und Helfer aus allen Altersklassen fürs Fest gefunden werden, wie motiviert man Nachwuchs für die Trägerschaft oder welche Rahmenbedingungen begünstigen ein Fest? Die Diskussionsrunden waren ergiebig. Die Teilnehmenden füllten engagiert die Flip-Charts mit Ideen und Erfahrungen aus der eigenen Tätigkeit. Daneben zeigten drei Referate zu Praxisbeispielen die Vielfalt von Quartier- und Dorffesten auf.

Theres Wernli, Vorstandsmitglied des Matthäusmarkts in Basel, berichtete über die Anfänge des Marktprojekts und wie sich dieses zu einem Wochenmarkt etablieren konnte, der nun nach acht Jahren aus dem Matthäusquartier nicht mehr wegzudenken ist. Sie ging insbesondere auf die Frage ein, wie sie und ihr Team den Nachwuchs für den Vorstand und die Freiwilligenarbeit auf dem Markt fanden. Das Wichtigste dabei war es, loszulassen, Platz zu machen für neue Ideen. David Streit zeigte mit seinem Praxisbeispiel die andere Seite: Er übernahm vor drei Jahren die Organisation des Herzogenstrassenfests in Bern. Ein Strassenfest, das Anfang 80er Jahre gegründet wurde. Als David Streit die Leitung übernahm, stand das Fest vor dem Aus. Kaum Besucher. Keine finanziellen Mittel. David Streit und zwei Kollegen wagten sich, das ganze Konzept auf den Kopf zu stellen und ein Strassenfest im grossen Stil mit Konzerten von bekannten Künstlern und Künstlerinnen zu organisieren. Trotz einiger kritischer Stimmen aus dem Quartier hatten sie mit ihrem Konzept Erfolg. Das Herzogenstrassenfest war in den letzten beiden Jahren gut besucht. Und David Streit blickt zuversichtlich auf die diesjährige Durchführung. Es wird die letzte sein in der Funktion als Leiter des Fests. Das ist Teil seines Konzepts. Im nächsten Jahr sollen wieder andere ran. Damit neue Ideen Platz finden.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Praxisbeispielen ist das Vögeligartenfest in Olten ein ganz junges Projekt. Letztes Jahr wurde es zum ersten Mal durchgeführt. Timna Tal, Mitorganisatorin des Fests, zeigte auf, wie mit wenigen Mittel ein gelungenes Fest fürs Quartier organisiert werden konnte, in das viele Trägerschaften involviert waren – die meisten von ihnen ehrenamtlich. Die drei Praxisbeispiele mit grossen Unterschieden bei Bekanntheit, Grösse und Organisation regten die Teilnehmenden weiter zur Diskussion an.

Weitere Informationen zum Vernetzungstag finden sich in der Dokumentation.
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